Als erstes möchte ich die Frage klären, was Sgraffiti überhaupt ist. Sgraffiti ist eine Art von Kunst, mit der man Häuser verziert. Man kann es sich wie eine Zeichnung vorstellen, doch Sgraffiti ist keine Mal-, sondern eine Kratzechnik. Der Name kommt aus dem Italienischen und bedeutet “kratzen“. Die ersten Sgraffiti fand man in der Schweiz zur Zeit der Renaissance vor. Durch das Abkratzen von Teilen der Oberflächenschicht wird die unterer Schicht in einem kontrastierendem Farbton sichtbar. So werden mit Messer und Nägel Flächen, Linien, Muster etc. herauskratzen. Die einzelnen Schichten bestehen aus einer Mischung von Kalk und einer beliebigen Farbe. Für ein mehrfarbiges Sgraffiti ist eine grosse und umfangreiche Planung erforderlich, denn es ist deutlich schwieriger. Die Haltbarkeit erklärt sich durch einen chemischen Kreislauf. Der Kalk verbindet sich mit dem Kohlendioxid in der Luft und wird so zu festem Kalkstein. Dies erklärt die Haltbarkeit über Jahrhunderte. Die Engadiner Kunst sieht man am meisten auf Toren, Fenstern oder grossen Flächen. Im 18. Jahrhundert hatte Sgraffiti ihren Durchbruch. Das kann man gut in Dörfern wie Lavin, Ardeznoder Sent sehen. Die Engadiner Häuser rufen einfach danach so beschmückt zu werden.

Quellen: Wikipedia,Dokumentation Oberengadin 1989

Bildquelle: graubuenden.ch

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